Sarnen 2002  15. Juli bis 4. August 2002

Wir haben uns dazu entschlossen wieder nach Sarnen zu reisen. Der Campingplatz ist direkt am See und wir konnten wieder die Parzelle 72 reservieren, welche sich unter einem grossen Baum direkt am See befindet und von wo aus direkt mit dem Surfbrett in den See gestochen werden kann.

Leider hatten wir wieder wie vor zwei Jahren einen trüben Beginn. Kurz nachdem der Wohnwagen und das Sonnendach aufgestellt waren, hat es angefangen zu regnen. Am darauffolgenden Tag war es dann allerdings sehr schön. Mit vereinten Kräften haben wir den Surfer gebrauchsfertig gemacht und Erich hat seine ersten Surfversuche für dieses Jahr gemacht.

Am nächsten Tag war Dauerregen angesagt, auch die ganze Nacht durch und am darauffolgenden Tag. Am Morgen des Donnerstag mussten wir feststellen, dass der See gewaltig gestiegen ist, bis über die oberste Treppenstufe - wann gibt es nasse Füsse?

Endlich ein trockener Tag. Innert kürzester Zeit war alles trocken und der See lud die Buben sogar zum Bade. Allerdings brauchte es lange Zeit bis der See wieder zurückging und bis wir sicher waren keine nassen Füsse zu kriegen.

Den Enten hat es auf jeden Fall gefallen.

 

Am Freitag zeigt sich das Wetter von der besten Seite. Der See ist nicht mehr gestiegen und es hat keine nassen Füsse gegeben.

Ausnahmsweise sind wir etwas früher aus den Federn und nach einem reichhaltigen Frühstück - draussen selbstverständlich - Richtung Melchsee Frutt gefahren.

 

Um nach Melchsee-Frutt zu gelangen kann man mit dem Auto jede gerade Stunde eine schmale Bergstrasse hochfahren, was wir auch gemacht haben.

Dort sind wir um den Blausee herum gegangen und am Ende des Sees haben wir (ohne Erich) entschieden bis zum Tannensee hochzugehen.

Da das ersehnte Restaurant erst am Ende des Tannensees zu sehen war, sind wir über den Damm und auf der Gegenseite des Tannensees nach Tannalp gewandert. Inklusive Rückweg für uns eine veritable Wanderung.

Ausser Erich hat es allen gefallen, ausser dass uns anschliessend alle Muskeln und Knochen weh taten. Die Hochebene von Melchsee Frutt ist ein schönes fast ebenes Wandergebiet mitten in viel Natur, schönen Alpwiesen mit einer reichhaltigen Flora und auch einigen Alpenrosen.

In Tannalp hatte ich eigentlich ein Alp-Restaurant erwartet, in welchem einfache Mahlzeiten eingenommen werden können. Stattdessen fanden wir ein modernes Restaurant vor. Ich habe mich trotzdem für ein einfaches Mittagsessen entschieden - Älpler-Makkaroni mit Apfelmuus und einer Mega-grossen Meringues mit viel Rahm.

 

Nach einem wunderschönen, heissen Tag, Frl. Rösch kam zu Besuch, sind wir bei Helen und Bruno eingeladen. Jeder durfte sein eigener Koch spielen und sich vom Fisch über das Fleisch mit Rösti oder Reis bis zum Dessert durchessen. Ein schöner Abend auf dem geschützten Balkon mit Blick auf einen grossen Teil des Vierwaldstädtersees.

 

 

 

Am nächsten Morgen sah es wieder einmal trüb aus. Während dem Morgenessen mit Zopf kam sogar ein kleiner Sturm auf und anschliessend war wieder Dauerregen angesagt.

Gegen Abend besserte das Wetter wieder zusehend.

Die Enten leisten uns Gesellschaft.

 

Wir sind mit Helen und Bruno verabredet für einen Besuch im Zirkus Knie.

Einmalig was geboten wird. Eine Mischung von Show und Artistik, eine Attraktion löst die andere ab. Das ganze wird verbunden durch die witzigen und stimmungsgeladenen Einsätze von Ursus und Nadeschkin, welche Ihre Sache wirklich gut machen.

Eindrücklich auch die Show der Elefanten, welche zeitweise zu sechst in der Arena Ihre Kunststücke zeigen.

Und auch die Darbietung mit den Pferden war sehr schön dargeboten.

Wegen dem Riesenrad träumte Bernadette die anschliessende Nacht. Es war schwierig festzustellen, was wirklich Show war und was kritische Situationen waren. Auf jeden Fall, wenn vielleicht auch ein kontrolliertes Risiko einfach ist es nicht, was die beiden Herren zeigen.

Auf dem Nachhauseweg ging wieder einmal ein Gewitter über die Gegend. Unser Sonnenzelt hat gehalten, ich beschloss aber dennoch am nächsten Morgen die Sturmbespannung zu montieren.

Am nächsten Morgen sah das Wetter leidlich aus. Wir beschliessen nach Engelberg zu gehen. Das Dorf ist nichts schönes mehr. Hingegen das Kloster und die Klosterkirche sind sehr eindrücklich und das Kloster offenbar vor kurzem renoviert worden.

In der Schaukäserei haben wir neben einem Lehrgang über Käsen unser Mittagessen eingenommen, Kässschnitte Engelberg und Käsekuchen mit Speck und Zwiebeln.

 

 

Auf dem Zeltplatz angelangt wurden wir definitiv umzingelt von Holland. Zwei Familien mit ich weiss noch nicht wie vielen Kindern haben die beiden Parzellen neben uns mit Beschlag genommen. Und plötzlich war unwahrscheinlich viel Betrieb auf dem Zeltplatz.

 

Am Dienstag ist schönstes Wetter angesagt. Mit etwas Schlange stehen sind wir mit der Nostalgie-Standseilbahn und mit der Standseilbahn auf das Stanserhorn angelangt. Dort haben wir den Gipfel gestürmt und sind gegen Protest auf dem längeren Weg zurück zur Seilbahn gespaziert.

Vom Stanserhorn sieht man in fast jede Richtung in der Innerschweiz und weit darüber hinaus in die Bergen der Umgebung.

Da wir nicht noch einmal für ein Kantinenessen anstehen wollten und da auch im drehenden Restaurant nicht serviert wird (komisch, komisch) sind wir wieder hinuntergefahren und haben in einem chinesischen Restaurant feine Frühlingsrollen zu Mittag gegessen.

Am Mittwoch ist Besuch von Grossvater und Grossmutter angesagt. Das Wetter war gemischt aber trocken.

Da das Wetter am Donnerstag mehr als gemischt war, beschlossen wir nach Luzern zu fahren.

Dort haben wir nach einigen Rundfahrten den Einstieg gefunden um das Löwendenkmal und den Gletschergarten zu besuchen. Dieser ist sehr lehrreich und die Begebenheit der Entstehung der Gletscher und den Gesteinsformationen danach am Beispiel vom Standard Luzern sehr eingehende erklärt.

 

Auch am Freitag war das Wetter wieder durchzogen. Mutter beschäftigt sich mit ihrer Töpferarbeit und liest viel.

Am Samstag war wieder wunderbarstes Wetter, kein Wölklein am Himmel. Auf den Abend erwarten wir Eliane und Meiko und benutzen daher noch am Morgen nach Lungern Schönbühl zu fahren. Mit der Seilbahn und dem 4-er Sessellift erreichen wir Schönbühl und machen einen kleinen Spaziergang bis wir auf den Brienzer- und Thunersee herunterschauen konnten.

           

Von der Sesselbahn aus, haben wir ein Murmeltier in freier Wildbahn beobachten können.

Am Wochenende besuchte uns Eliane und Miko. Das Wetter zeigte sich von der besten Seite. Beide versuchten Ihre Künste mit dem Surfbrett. Eliane hat es nicht verlernt und stand nach kurzer Zeit auf dem Brett und surfte herum.

 

Anfang Woche war das Wetter wieder sehr heiss. Niemand hatte so richtig Lust einen Ausflug zu machen. Am Dienstag Abend mussten wir allerdings mitten im Verspeisen unseres Grill-Abendessens das Feld im Vorzelt räumen, da ein mächtiger Sturm über den Zeltplatz ging.

Beim Aufräumen bin ich auf dem Einstiegspotest ausgerutscht und habe einen Unfall gebaut. Zum Glück nur mit leichten Folgend. Nur die rechte Hand wurde in Mitleidenschaft gezogen und hat nun ein paar Schnittwunden. Der Rest ist alles noch ganz. Mit vereinten Kräften wurde die Hand verbunden und das Leben ging weiter.

Am Mittwoch kamen Helen und Bruno zu Besuch und wir verbrachten einen schönen Nachmittag.

Am Donnerstag mussten wir etwas zeitiger als normalerweise raus - insbesondere die Buben mussten wir plagen mit uns das Morgenessen einzunehmen.

Wir fahren nach Altdorf, welches für die 1. Augustfeier die Gemeinde Wettingen eingeladen hat. Bernadette hatte dort mehrere Auftritte mit der Jägermusik, welche fast vollzählig anwesend war.

Eine gute Idee von Altdorf, welche es so ermöglicht anderen Gemeinden sich anlässlich dieses Festes vorzustellen. Der offizielle Teil mit den guten Ansprachen des Gemeindepräsidenten von Altdorf und des Gemeindeammann von Wettingen, Kari Frei, war gerade so, dass es allen gefallen hat. Die Präsentation der Gemeinde Wettingen mit den Lackaffen machte mir allerdings etwas Mühe - ich war aber offenbar der Einzige.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach der Rückkehr hatte der Küchenchef Feierabend und wir gingen ins Restaurant des Zeltplatzes.

Den 1. August verbrachten wir auf einem Bänklein im Seefeld und genossen die verschiedensten Höhenfeuer auf den verschiedenen Bergen und Hügel und die vielen öffentlichen und privaten Feuerwerke.

Am Tag darauf war wieder wunderbares Wetter angesagt. Nach einem morgentlichen Spaziergang durch Sarnen haben wir den Tag auf dem Zeltplatz zugebracht. Surfen, Essen und fa niente.

Auch am Tag darauf war wunderbares Wetter. Ein Spaziergang in Sachseln und eine Rundfahrt um den Sarnersee rundete unsere Ferien ab.

Leider geht es bereits am Abend ans Aufräumen. Es gibt ein nasses aufräumen, da am Abend ein Gewitter über den Zeltplatz ging und in einen Dauerregen überging, welcher bis in die Nacht hinein dauerte.

Glücklicherweise war es am Morgen dann leidlich schön, so dass wir zwar nicht trocken aber doch im Trockenen einpacken konnten.

Nach einer kurzen Fahrt sind wir mit der ganzen Ausrüstung wieder wohlbehalten angekommen.

Ein Kompliment an Erich und Manuel. Erich machte uns ein feines Mittagessen und Manuel half fleissig beim Ausladen des Anhängers.